Der Interdisziplinäre Arbeitskreis Oralpathologie und Oralmedizin (AKOPOM)

Der Arbeitskreis Oralpathologie und Oralmedizin (AKOPOM) hat sich als spezialisierte Fachgruppierung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) die Förderung der Wissenschaft auf dem speziellen Gebiet der Pathologie der Mundhöhle und der Oralmedizin zum Ziel gesetzt.

Dabei soll dieser Arbeitskreis ein interdisziplinäres Forum für Ärzte und Zahnärzte sein, die sich mit den Erkrankungen der Mundhöhle beschäftigen. Insofern ist dieser Arbeitskreis nicht nur für diejenigen von Interesse, die auf dem Spezialgebiet der Oralpathologie und Oralmedizin wissenschaftlich tätig sind und/oder deren Thematik im akademischen Unterricht vertreten, sondern soll gerade den praktisch tätigen Kolleginnen und Kollegen eine Plattform bieten, auf der sämtliche diagnostische oder therapeutische Aspekte der oralen Medizin diskutiert werden können.

Während die Oralpathologie, eine weitgehend etablierte Spezialität ist, wird die Oralmedizin bislang eher unter dem allgemeinen Dach der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde wahrgenommen und weniger als eigenständige Disziplin.
Die Oralmedizin beschäftigt sich mit sämtlichen Erkrankungen der Mundhöhle. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf den Erkrankungen der Mundweichgewebe, insbesondere der Mundschleimhaut. Dies betrifft Vorläuferläsionen des oralen

Plattenepithelkarzinoms genauso wie orale Manifestationen von Systemerkrankungen, der HIV-Infektion oder systemischer Dermatosen.

Die Oralmedizin befasst sich aber auch mit den  Erkrankungen der Speicheldrüsen, den inflammatorischen Erkrankungen, dem Phänomen Schmerz bzw. den Kiefergelenkerkrankungen. Ein weiteres großes Feld betrifft die oralen Manifestationen internistischer Erkrankungen sowie die Auswirkungen von Medikamenten. Insofern bildet die Oralmedizin sowohl ein Verbindungsglied aller zahnmedizinischen Spezialfächer als auch eine Brücke zur Allgemeinmedizin.

Der Oralmedizin wird im internationalen Maßstab, sowohl von der WHO als auch der FDI, eine zunehmend größere  Bedeutung zugemessen, da sich gerade im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel zur älteren Bevölkerung das Berufsbild des "Zahn"arztes immer mehr zum "Mund"arzt (oral physician) entwickeln wird, d. h. zu einem Fach(zahn)arzt mit einer besonderen Kompetenz in der oralen Medizin.

Vor diesem Hintergrund möchte der Arbeitskreis Oralpathologie und Oralmedizin Kolleginnen und Kollegen aus allen Disziplinen der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zur Mitarbeit einladen und darum werben, die Kernkompetenz der oralen Medizin fest in der Zahnheilkunde zu verankern.

 

Ehrenmitglieder des AKOPOM:

  • Prof. Dr. H. Kosmehl, Erfurt (2015)
  • Prof. Dr. P. A. Reichart, Berlin (2005)